Kunstrasenplätze nehmen Form an

Der Westen
Die Vorbereitung hat begonnen, die heimische Fußballwelt ist im Testspielwahn. Allerorts probieren Trainer neue Taktiken aus, lassen Spielzüge einstudieren und Waldlaufmeilen sammeln.

An den Sportplätzen am Cappenberger See, an der Dammwiese und in der Anlage Schwansbell rollen derzeit jedoch keine Bälle, sondern Bagger und Walzmaschinen über das Feld.

Vor gut zwei Wochen begannen die Arbeiten für die drei Kunstrasenumbauten. Dank der guten Witterung hat sich schon einiges getan, die Fußballplätze sind kaum wiederzuerkennen. Burkhard Körbl vom Lüner Kultur- und Sportbüro meldet „keine Verzögerungen.“

„Es ist ganz erstaunlich, wie schnell das geht“, wundert sich Andreas Pielsticker, der beim Lüner SV den Kunstrasenumbau koordiniert. „Am Abend standen noch riesige Schotterhaufen auf dem Platz und schon am nächsten Tag ist das ganze Material verteilt und umgeschichtet.“

Die Aschedecke des LSV-Hartplatzes ist bereits abgetragen. Der schiefe Platz wurde um etwa 50 cm angehoben, um die Schräglage auszugleichen. Die Drainagen, durch die das Regenwasser abfließt, werden ab sofort verlegt. Darüber legt die Baufirma Heiler Sportstättenbau eine Schotterschicht.

An der Dammwiese baut die Firma Boymann, die sich neben Gartenarbeiten auf den Bau von Kunstrasenplätzen spezialisiert hat. Beispiele für die Arbeit von Boymann sind die Anlagen in Lüdinghausen und Bad Iburg.

Anfang Oktober, so Pielstickers Wunschvorstellung, soll das Kunstgrün fertiggestellt sein. Zum Training weichen die Rot-Weißen in die benachbarte Kampfbahn und auf den Rasenplatz am Wüstenknapp aus. „Da wir zwei Plätze haben, dürften wir wenig Probleme mit dem Spielbetrieb haben“, erklärt Pielsticker. „Bis zur E-Jugend können die Spiele am Wüstenknapp ausgetragen werden. Der Rest spielt dann in der Kampfbahn. Wenn es ganz eng wird, weichen wir vielleicht nach Beckinghausen aus.“

Noch weiter sind die Bauarbeiten schon in Wethmar. Drainagen und Kabelstränge sind verlegt. Als nächstes setzt Heiler, auch hier für den Umbau verantwortlich, die Randsteine, die den Rahmen der Sportanlage bilden.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, berichtet Stephan Polplatz, der als Geschäftsführer des Wethmarer Trägervereins für den Kunstrasenumbau fast täglich am Platz ist. „Wenn es gut läuft, können wir vielleicht schon gegen Ende der Woche die ersten Stufen der Lichtmasten einbetonieren.“

Bei der gestrigen Baustellenbegehung der Sportstätten durch die Vereine, die Stadt, die Architekten und die Baufirmen bot sich auch an der Dammwiese ein positives Bild. Wie in Wethmar sind auch hier die Drainagen verlegt worden, als nächstes folgt das Setzen der Randsteine für Platz und Leichtathletikanlagen.

„Wahnsinn, die Jungs arbeiten wie wild“, staunt VfB-Jugendleiter Ferdinand Roch, für den die Dammwiese seit Jahren das zweite Zuhause ist. Derzeit werden Gräben für Kabelstränge gezogen, die vier Flutlichtmasten auf der Ostseite gegenüber der Tribüne werden durch neue ersetzt.

Neben dem Kunstrasen bauen die Süder ein neues Kassenhaus, modernisieren die Tribüne und verpassen vielem „einen neuen Anstrich“.

Der VfB-Trainingsbetrieb findet auf den Plätzen in Horstmar und in Gahmen sowie im Südpark statt. Einem kompletten Heimrechttausch in der Hinserie widersprach die Dortmunder Staffelleitung. „Da müssen wir mit jedem Gegner einzeln sprechen und im Zweifel in Horstmar spielen“, macht sich VfB-Vorsitzender Udo Wiemer bereits Gedanken über die nahende Meisterschaft.

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