Schlusslicht Mastbruch kontert den Lüner SV aus

Von Markus Wilczek

Landesliga: DJK Mastbruch – Lüner SV 4:1 (0:1). „Dieses Spiel müssen wir jetzt genau analysieren und die Fehler gut aufarbeiten, da besteht in der Woche noch einiges an Redebedarf”, erklärte Günter Högerl, Sportlicher Leiter der Rot-Weißen, nach der Niederlage beim bisher noch sieglosen Schlusslicht

Marcus Reis hatte es sogar ganz die Sprache verschlagen. „Zum Spiel möchte ich gar nichts sagen”, schimpfte der Coach, hatte er von seinen Schützlingen doch wieder einige Fehler gesehen. Allen voran blieb die Chancenauswertung einmal mehr mangelhaft.

Dabei hatte Lindner die Gäste nach zuvor ausgeglichener Anfangsphase sogar per Abstauber in Führung gebracht (20.). Doch anschließend verpassten es Lenz und Krause, aus kurzer Distanz das zweite Tor nachzulegen. „In dieser wichtigen Phase müssen wir auf 2:0 erhöhen, dann wäre das Spiel wahrscheinlich anders gelaufen”, ärgert sich Högerl über die Abschlussschwäche.

Stattdessen kam Mastbruch immer besser ins Spiel und auch zu einigen hochkarätigen Gelegenheiten. Diese blieben jedoch allesamt ebenso ungenutzt, wie ein Handelfmeter nach 33 Minuten. Nachdem Richter der Ball an die Hand gesprungen war, setzte Schäfer den fälligen Strafstoß nur ans Aluminium.

„Da hatten wir bereits ein Quäntchen Glück”, gibt Högerl zu, „aber in Durchgang zwei haben wir dann komplett aufgehört Fußball zu spielen, hatten nichts mehr entgegen zu setzen.” Bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn nutzten die Gastgeber einen Ballverlust der Rot-Weißen, spielten schnell nach vorne und kamen durch Sijecie zum Ausgleich. Nur vier Minuten später war der sehr agile Sijecie erneut zur Stelle und drehte mit seinem zweiten Treffer des Tages die Partie komplett.

„Mastbruch hat mit viel Biss nach vorne gespielt, die Stürmer haben uns doch vor einige Probleme gestellt”, erkannte auch Högerl.

Diese Tatsache sollte sich bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr ändern. Die Reis-Elf versuchte zwar nach vorne zu spielen und den Ausgleich zu erzielen, doch die klar bessere Mannschaft war jetzt Mastbruch. Die Gastgeber spielten immer wieder schnell und direkt und nutzten die mit zunehmender Spieldauer immer größer werdenden Lücken in der LSV-Hintermannschaft mit zwei weiteren Kontertoren eiskalt aus.

„Bezeichnend für unser Spiel war das 4:1”, schilderte Högerl den letzten Gegentreffer in der Schlussphase. Eigentlich hatte Brunner vor dem DJK-Gehäuse den Anschluss auf dem Kopf, scheiterte jedoch an Torsteher Flügel. Dieser leitete den schnellen Gegenzug ein und Mastbruch traf zum vierten Mal.

Lüner SV: Brochtrup; Wersing, Richter (67. Klaschik), Baer, Lenz, Lindner (63. Brunner), Dick (67. Bayrakli), Ceylan, Scharfetter, Wiener, Krause.

Tore: 0:1 Lindner (20.), 1:1, 2:1 beide Sijecie (55., 59.), 3:1 Braun (81.), 4:1 (88.).

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