LSV muss sich Ärmel hochkrempeln und siegen
Von Markus Wilczek
Landesliga 5: DJK Mastbruch – Lüner SV (So., 15 Uhr).
Rein von der Papierform könnte für die Lüner ein schöner Sonntagsausflug in die Nähe von Paderborn warten.
Der Lüner SV und Sturmführer Fabian Lenz (M.) müssen in Mastbruch dringend ihre Effektivität im Abschluss verbessern. Aufsteiger Mastbruch hat erst drei Punkte auf seinem Konto und damit derzeit die Rote Laterne der Landesliga fünf inne, zudem konnten die Gastgeber noch keines ihrer drei Heimspiele bisher siegreich gestalten.
Günter Högerl, Sportlicher Leiter des LSV, wischt den vermeintlich rosigen Ausblick jedoch brutal beiseite, kennt er seine Rot-Weißen doch einfach zu gut. „Ein absolut richtungsweisendes Spiel, diese Aufgabe müssen wir sehr konzentriert angehen”, warnt Högerl ausdrücklich vor dem Gegner, der mit einem Sieg an den Gästen vorbeiziehen könnte, und dem möglichen Schlendrian: „Bei einer Niederlage sind wir plötzlich ganz unten mit dabei.”
Mit solchen Szenarien möchte sich Högerl jedoch erst gar nicht beschäftigten und fordert den zweiten Auswärtssieg dieser Spielzeit ein: „Die Jungs haben in Mengede gezeigt, dass es geht. Daran müssen sie sich jetzt messen lassen, die unmittelbaren Tabellennachbarn müssen wir einfach besiegen.”
Im Gegensatz zu den letzten Auftritten muss dazu aber die Chancenauswertung der Rot-Weißen effektiver werden. „Im Abschluss müssen wir endlich unsere Gelegenheiten konsequenter nutzen, dürfen nicht so fahrlässig damit umgehen”, hat auch Högerl hier das größte Manko erkannt. Nach der 2:4-Heimniederlage gegen Rhynern fordert der Sportliche Leiter dringend mehr Biss und Leidenschaft: „Auch für Mastbruch geht es um sehr viel, die wollen unbedingt den Anschluss schaffen. Da gibt es nur ein Mittel: Ärmel hochkrempeln und gegenhalten. Im Kollektiv erwarte ich einfach eine Steigerung.”
Nicht dabei sein werden David Hoffmann, der erst ab Anfang November spielberechtigt ist, und Abwehrmann Martin Krüger. Der Blondschopf laboriert nun schon seit fast 14 Tagen an einer Grippe.
Mit der weiten Busreise nach Mastbruch betritt aber auch die verbliebene LSV-Reisegruppe absolutes Neuland. „Gegen die DJK haben wir noch nie gespielt, die Mannschaft ist ein unbeschriebenes Blatt”, kann sich Högerl bisher nur auf die Ergebnisse der ersten sechs Spieltage stützen und da ließen die Gastgeber zumindest einmal aufhorchen, als man Mitfavorit Weddinghofen ein torloses Remis abtrotzte. „Da fährt man also nicht einfach hin und haut die weg”, rechnet Högerl mit einem Kampfspiel


