2:4 Lüner SV zeigt in allen Bereichen zu wenig

Von Martin Maly

Der LSV muss weiter auf den ersten Heimsieg warten. Die Roten scheiterten an der Effektivität der Gäste aus Rhynern und an eigenen Fehlern.

LSVRhynern

Der LSV (in rot) agierte in den Zweikämpfen häufig zu unentschlossen und verließ daher auch als Verlierer den Platz. Foto: Klaus Pollkläsener

„Zu wenig von allen in allen Bereichen”, wollte LSV-Coach Marcus Reis nichts schönreden. Zu unentschlossen in den Zweikämpfen und wenig kreativ in der Vorwärtsbewegung agierte seine Elf gegen diszipliniert stehende Rhynerner.

Anders die in gelb-blau auflaufenden Gäste. Neumann und Diers machten die Räume vor der Abwehr dicht, Torwart Pfirrmann hielt glänzend. Nuß und Neumann entwischten den überforderten Lünern ein ums andere Mal über die Flügel. Der starke Linksverteidiger Nuß leitete das 0:1 durch Neumann ein (15.), dieser wiederum tankte sich auf der rechten Seite durch und bediente beim 0:2 den einschussbereiten Kleine (41.).

Möglichkeiten auf Seiten des LSV gab es meist bei Standards. So rutschte Lindner in einen Ceylan-Freistoß (28.). Pfirrmann parierte aber ebenso wie gegen Dick, der aus 16 Metern in Folge eines ruhenden Balles nachschoss (73.). Chancenlos war der Keeper beim Anschlusstreffer nach einer Stunde. Lenz verwandelte einen Foulelfmeter sicher.

Bezeichnend für die Unsicherheiten im Spiel der Lüner war der Ursprung des 1:4. Wersing leistete sich einen haarsträubenden Fehlpass, Riemenscheider nahm den Ball dankend auf. Dessen Schuss wehrte Brochtrup noch ab, Diers Nachschuss landete jedoch im Netz (79.).

Immerhin gab der LSV nie auf. Krause zirkelte einen Freistoß an die Latte, Lenz traf noch zum wertlosen 2:4 (86.).

Lüner SV: Brochtrup; Wersing, Nowak (46. Bayrakli), Richter (63. Scharffetter), Baer, Lenz, Lindner, Brunner (75. Klaschik), Dick, Ceylan, Krause.

Schreibe einen Kommentar