Endlich beißen die Leitwölfe zu

Der LSV (weiße Trikots) - hier mit (v. l.) Fabian Lenz, Martin Krüger und Akin Bayrakli -darf sich gegen Kellerkind Westernkotten nicht verstecken. Archivfoto: William A. Craig
Von Bernd Janning
„Das tat allen gut“, blickt beim Fußball-Landesligisten Lüner SV Trainer Marcus Reis auf den 3:0-Erfolg in Mengede zurück. Die Dortmunder thronten mit neun von neun möglichen Punkten und 12:1 Toren auf Platz eins. Der LSV drückte sie auf Platz zwei und verbesserte sich selbst auf Rang zehn.
Reis: „Es ist eigentlich alles, was wir an die Mannschaft an Infos rausgegeben haben, gut aufgenommen worden. Wir haben es 80, ja fast 85 Minuten komplett umgesetzt.“
Bayrakli und Lenz treffen
Mengede kam so auf insgesamt fünf Chancen, davon nur zwei aus dem Spiel. Robert Brochtrup im Tor verhinderte, dass nach der 2:0-Führung nicht doch noch der Anschluss fiel. Reis: „Im Großen und Ganzen bin ich mit unserer Leistung zufrieden. Wir müssen nur noch cleverer werden.“
Wird in den nächsten zwei Wochen weiter so intensiv trainiert, sieht Reis sein Team auf dem richtigen Weg. Besonders freut er sich, dass mit Abwehrmann Akin Bayrakli und Torjäger Fabian Lenz die beiden Leitwölfe im Team auch endlich ihren Ansprüchen gerecht wurden, jeweils einmal trafen.
Auswärts nicht schlecht
Ein Blick auf die vergangene Saison lässt die Auswärtsbilanz der Rot-Weißen hoffen. 2:0 in Beckum, 4:1 in Marienloh, 1:1 in Sundern, 0:2 in Beckum, jetzt 3:0 in Mengede – aus fünf Spielen wurden zehn von 15 möglichen Punkten geholt. Das ist alles andere als eine schlechte Ausbeute. Und diese soll weiter ausgebaut werden – am nächsten Sonntag (6. September) mit einem Sieg in Bad Westernkotten.
Reis erinnert sich an das 1:4 dort im April der vergangenen Serie. „Das ist nicht unbedingt unser Lieblingsgegner.“ Damals war Westernkotten Viertletzter, Lünen nur einen Platz besser, geriet durch die Schlappe wieder unnötig in Gefahr.
Westernkotten die Schießbude der Liga
Augenblicklich präsentiert sich Westernkotten mit 4:19 Toren und null Punkten als die Schießbude der Liga. Sonntag ließ es sich bei Aufsteiger Wickede um den Ex-Lüner Marko Schott mit 5:1 abschlachten. Schott traf einmal. Hohlweck eröffnete den Torreigen mit einem Eigentor. Weiter trafen Staedter, Kaul und Toetz sowie Kirsch für den Gegner, während mit Sascha Richter ein Lüner beim Sieger ohne Treffer blieb.
Der Sieg des Lüner SV in Mengede tat der Freundschaft zwischen den Trainern Marcus Reis und Mengede-Coach Mario Plechaty aus Lünen keinen Abbruch. Die Söhne der beiden Übungsleiter spielen übrigens gemeinsam in der D-Jugend des BV Brambauer 13/45.


